Die Höhere Fachschule erweitert ihr Bildungsangebot: Dieses Jahr wurden drei neue Lehrgänge und vier innovative Kurzkurse lanciert. Martin Bruhin, Leiter Bildung HF, erklärt, wie diese Angebote auf aktuelle Marktbedürfnisse reagieren und den Fachkräftemangel adressieren.
Martin Bruhin arbeitete früher selbst in der Systemtechnik und im Grossanlagenbetrieb. Die wiederkehrende Frage dort: Wen können Unternehmen am besten und direkt – ohne lange Einführungs- oder Umschulungszeit – in diesen Anwendungsbereichen einsetzen? Die Antwort liefert nun die HF mit den neuen Lehrgängen «Grossanlagenbetrieb», «Systemtechnik» und «Energie und Umwelt». Das Ziel: Fachkräfte ausbilden, die dank hohem Praxisbezug und spezialisiertem Studium an der HF, sofort eingesetzt werden können.
«Die letzte Instanz»
Der Lehrgang «Grossanlagenbetrieb» bildet SpezialistInnen aus, die industrielle Grossanlagen betreiben und überwachen. Als ‘Hauswarte’ eines industriellen Betriebs tragen sie die Verantwortung für reibungslose Prozesse und sind im Notfall in der Lage, schnell Entscheidungen von grosser Tragweite zu treffen. Der spannende Vergleich von Martin Bruhin: «Diese SpezialistInnen sind wie Goalies – die letzte Instanz, die Schlimmeres verhindert.»
Breit aufgestellte Fachpersonen mit Überblick
Systemtechnikerinnen und -techniker entwickeln und programmieren Prozessleitsysteme für Grossanlagen – von Kraftwerken bis zu Windparks. Im Lehrgang an der HF lernen sie ihr theoretisches Wissen zur Automatisierung mit praktischen Fähigkeiten zu verbinden. Sie arbeiten direkt an der Schnittstelle von Kundenanforderungen und technischer Umsetzung.
«Nicht nur darüber reden, sondern handeln»
Der Lehrgang «Energie und Umwelt» richtet sich an Fachkräfte, die selbst handeln und Energielösungen aktiv gestalten wollen. AbsolventInnen lernen, Energieanalysen durchzuführen und komplexe Systeme wie Fernwärmenetze zu managen. Sie stehen für einen nachhaltigen Ansatz und verbinden technisches Wissen mit Umweltschutz.