STFW-Handwerkstadt

«AquaLab»: Ein neues Kapitel für die Sanitär-Ausbildung

Mit dem «AquaLab» entwickelt die STFW gemeinsam mit Partnern aus der Sanitärbranche und mit Unterstützung von EnergieSchweiz ein zukunftsorientiertes Ausbildungs- und Entwicklungslabor für die Sanitärtechnik. Nun hat das Konzept eine wichtige fachliche Prüfung bestanden und es ist eine ideale Basis für die nächste Projektphase erreicht. 

Wie lassen sich Trinkwasserhygiene, Wassereffizienz oder moderne Wassererwärmung praxisnah vermitteln? Im künftigen «AquaLab» sollen solche Fragestellungen nicht nur theoretisch behandelt, sondern direkt an realen Systemen untersucht werden können. Geplant ist ein Energie- und Sanitärlabor, in dem zentrale Bereiche der modernen Sanitärtechnik zusammengeführt werden. Dazu gehören unter anderem Trinkwasserhygiene, Wassererwärmung, Druckerhöhung, Abwassertechnik, Wassereffizienz, Systemintegration sowie digitale Mess- und Analyseverfahren.

Lernende und Studierende können im Labor nicht nur Anlagen analysieren, in Betrieb nehmen und optimieren, sondern es lässt sich auch direkt untersuchen, wie sich unterschiedliche Einstellungen und technische Lösungen beispielsweise auf Energieverbrauch, Wassereffizienz und Betriebssicherheit auswirken. Das «AquaLab» schafft damit einen praxisnahen Lernort, an dem aktuelle Technologien und reale Anwendungen miteinander verbunden werden.

 

Erste fachliche Prüfung bestanden

Bevor das Konzept nun einem breiteren Kreis von Fachpersonen vorgelegt wird, stand eine erste wichtige Überprüfung an. Reto von Euw, Professor und Dozent am Institut für Gebäudetechnik und Energie (IGE) sowie am Zentrum für integrale Gebäudetechnik (ZIG) der Hochschule Luzern (HSLU), hat das erarbeitete Konzeptpapier überprüft und genehmigt. 

Die Rückmeldung würdigt die bisher geleistete Arbeit und bestätigt, dass mit dem vorliegenden Konzept eine fundierte Grundlage für die weitere Entwicklung des zukünftigen Sanitärlabors geschaffen wurde. Besonders hervorgehoben wurde der konsequente Praxisbezug und die Verbindung aktueller fachlicher Anforderungen mit modernen didaktischen Ansätzen.

Seine Einschätzung hat für das Projekt besonderes Gewicht, da die HSLU neben dem Konzept auch die weiteren Projektphasen der Entwicklung des «AquaLab» fachlich begleitet und überprüft. Reto von Euw bringt dabei seine umfassende Expertise in der Gebäudetechnik und seine langjährige Erfahrung in der Branche ein. 

 

Ein «AquaLab» von und für die Branche

In der nächsten Projektphase soll nun das Konzept bewusst noch breiter in der Branche abgestützt werden. Lehrpersonen, Fachleute aus Planung und Installation, Hersteller sowie weitere Expertinnen und Experten werden die vorgesehenen Inhalte und Anwendungen diskutieren und aus ihrer jeweiligen Perspektive beurteilen.

Diese Zusammenarbeit ist ein zentraler Bestandteil des Projekts. Das «AquaLab» soll sich an den tatsächlichen Entwicklungen und Anforderungen der Sanitärbranche orientieren. Erfahrungen aus Bildung, Planung, Installation und Industrie fliessen deshalb bereits während der Entwicklung zusammen.

Die Erkenntnisse aus diesem Austausch werden anschliessend in das Gesamtkonzept aufgenommen. So entsteht Schritt für Schritt ein Labor, das fachlich breit abgestützt ist und auch längerfristig mit den technologischen Entwicklungen der Branche Schritt halten kann.

 

Starke Partner für das Sanitärlabor der Zukunft

Die bisherige Entwicklung des «AquaLab» ist das Ergebnis einer breiten Allianz aus Bildung, Planung, Installation und Industrie. Zahlreiche Unternehmen und Fachpersonen haben ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Zeit in die Konzeptentwicklung eingebracht. Die STFW bedankt sich bei allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit.

Ein besonderer Dank gilt dem Planungsbüro pzm sowie Stähli Sanitär Winterthur, Geberit, Kemper, Nussbaum, GF, BWT, Kessel, Laufen, Grundfos, Biral und Schmidlin sowie den weiteren beteiligten Partnern aus Planung, Industrie, Installation und Bildung. Ihr Engagement hat wesentlich dazu beigetragen, dass innerhalb kurzer Zeit ein überzeugendes und zukunftsweisendes Konzept für das «AquaLab» erarbeitet wurde.

 

Das «AquaLab» wird unterstützt von EnergieSchweiz. EnergieSchweiz ist das Programm des Bundesrates zur Unterstützung freiwilliger Massnahmen für mehr Energieeffizienz und die Förderung erneuerbarer Energien.